Beim Tag der offenen Tür dürfen sich kreative Talente ausprobieren.

VON RAINER BOMBARDI

 

„Wenn du die Säge senkrecht aufsetzt und nicht schräg, geht es einfacher“ erklärt Kunstlehrerin Gini Lilie. Die Pädagogin ist neu im Kursleiterteam der Kunstschule. Seit Schuljahrsbeginn nutzt sie in der offenen Atelierwerkstatt die Möglichkeit, ihre handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten den Kursbesuchern weiterzugeben.

Wiktor Wesolowsi profitiert als einer der ersten von ihrem Können und hat Spaß daran, sich künstlerisch zu betätigen. Wie zahlreiche andere Jugendliche, Kinder und Eltern nahm er am Samstag interessiert am Tag der offenen Tür der Kunstschule teil. Diese gab unter dem Motto „Einhorn-Zweihorn-Dreihorn“ einen Einblick in ihr Schuljahres-Programm.

Am anderen Ende des Tisches versucht sich der kleine Tim im Sägen. Seine Mutter Christine merkt, welche Freude er dabei hat, lässt ihn jedoch keine Minute aus den Augen. Schließlich soll sich niemand verletzen an diesem Tag, wo alles dafür getan wird, die kreative Ader der Interessenten zu mobilisieren.

Im ersten Obergeschoss erläutert Kunstschulleiter Andreas Bordel-Vodde in wenigen Schritten dem sechsjährigen Daniel und der achtjährigen Lisa, wie aus wenigen Zeichenstrichen ein lebendig wirkendes Einhorn entsteht. Die Mutter ist beeindruckt mit welcher Aufmerksamkeit ihre beiden Kinder die Vorgaben von Andreas Bordel-Vodde auf das Zeichenblatt übertragen, das vor ihnen liegt.

Derweil wartet Bogdan Piperiu auf den nächsten Interessenten. Piperiu gehört erst seit Kurzem dem Dozententeam der Kunstschule an und unterrichtet neu den Bereich Ölmalerei über die gesamte Bandbreite zwischen experimenteller, abstrakter und figürlicher Malerei. In einem weiteren Angebot entwirft er gemeinsam mit den Digitalfans unter den Schülern ab zehn Jahre auf Tablets und Smartphones digitale Gemälde.

Bordel-Vodde erläutert inzwischen der aus Estland stammenden Kreete Kitse und ihrer Mutter Linna den Erfolg der Akademiekurse. „Die Auseinandersetzung mit der Kunst bietet eine gute Grundlage, um die deutsche Sprache zu erlernen“ erläutert Bordel-Vodde. Er zerstreut Befürchtungen der Estin, dass die Sprache ein Hindernis zur Teilnahme an den Akademiekursen sei. Alle Akademiekurs-Teilnehmer der vergangenen Jahre hätten eine Zulassung zur Eignungsprüfung für ein Studium in Kunst erhalten. Bordel-Vodde zieht eine erfolgreiche Bilanz des zurückliegenden Jahres. Beispielsweise sei die Kooperation mit dem MuseumArt.Plus eine Erfolgsgeschichte.

https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/donaueschingen/Malen-auf-dem-Smartphone-Kunstschule-Donaueschingen-stellt-das-neue-Kursangebot-vor;art372512,9900305

https://www.kunstschule-ds.de/

 

 

 

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